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HerzGeflüster
Impulse für dein feinfühliges Leben.
Achtsam. Ehrlich. Auf Augenhöhe.

Manchmal wird es still genug, um die eigenen Gedanken wieder zu hören.
Herzgeflüster ist ein Ort für genau diese Momente.

Hier findest du Texte für Zeiten, in denen das Leben zu laut war, zu schnell oder zu viel. Für Tage, an denen du spürst, dass etwas in dir nach Ordnung, Klarheit oder einfach nach Atemraum sucht. Ohne Erklärungsdruck. Ohne Erwartung, jemand anderes sein zu müssen.

Herzgeflüster richtet sich an hochsensible und neurosensitive Menschen, die tiefer wahrnehmen und oft länger tragen, was andere leichter abschütteln. An Menschen, die Zusammenhänge fühlen, Stimmungen aufnehmen und sich selbst dabei manchmal verlieren.

Die Texte entstehen aus Beobachtung, Erfahrung und ehrlicher Reflexion. Sie laden nicht zur Selbstoptimierung ein, sondern zum Innehalten. Zum Sortieren. Zum Wiederankommen im eigenen Erleben.

Du darfst hier lesen, mitnehmen, liegen lassen.
In deinem Tempo. Auf deine Weise.

Vom Kokon zum Flügelschlag: Mein Jahresrückblick 2025 als Coach für Hochsensible

31/12/2025

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Ein ehrlicher Rückblick über Mut, Wandel und das sanfte „Radikal ich“.

2025 war kein Jahr, das laut gefeiert werden wollte.
Es war eines dieser Jahre, die sich erst im Rückblick öffnen: leise, tief, vielschichtig. Eines, das mich immer wieder daran erinnerte, dass Transformation nicht nach Glitzer aussieht,  sondern nach Geduld, nach Enge, nach Momenten, in denen man am liebsten wieder zurück in die sichere Hülle kriechen würde.

Manchmal fühlte ich mich wie eine Raupe, die merkt, dass ihr Kokon zu klein geworden ist. Der Stoff spannt, das Bekannte hält nicht mehr und da ist dieser leise Ruf nach mehr Raum, nach Licht, nach Veränderung. Doch bevor der Schmetterling fliegt, kommt dieses Ziehen, dieses unbequeme Dazwischen.
Und genau das war 2025 für mich: das Dazwischen.

Ein Jahr des Loslassens, des Wachsens, des Neinsagens. Und ein Jahr, das mich näher zu mir gebracht hat. Zu meiner Arbeit, zu meiner Hochsensibilität, zu dem, was ich wirklich leben möchte.

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Die Essenz von 2025: Zwischen Angst und Aufbruch

Wenn ich an 2025 denke, spüre ich beides: Angst und Aufbruch.
Angst, weil Veränderung selten komfortabel ist. Aufbruch, weil sie notwendig ist.

Ich durfte meine letzten Schultage in der Ausbildung zur Transformations- und Mentalcoachin feiern. Viele Stunden Praxis, ehrliches Hinsehen und Bearbeiten meiner eigenen Themen und einige Momente des Zweifelns. Und trotzdem immer wieder dieses klare Ja zum Weitergehen und mich nicht von meinen Ängsten aufhalten lassen.

Gleichzeitig den Schritt in eine neue berufliche Phase gehen. Zum ersten Mal seit Langem durfte ich weniger arbeiten. Weniger im klassischen Sinn und mehr im wahrhaftigen.
Ich reduzierte mein Pensum in der Festanstellung, um meiner Selbstständigkeit mehr Raum zu geben.
Das war keine leichte Entscheidung. Der Kopf pochte nach Sicherheit, das Herz nach Freiheit. 
Das war kein glamouröser Schritt. Es war einer, der nachts wachhält.

Der Übergang war wie eine kleine Mutprobe: weniger Einkommen, mehr Unsicherheit und gleichzeitig endlich Raum für meine Herzenswerkstatt.
Diese Entscheidung fühlte sich anfangs wackelig an, aber genau in diesem Wackeln lag die Wahrheit: Wachstum passiert nicht, wenn alles stabil bleibt.

Dieses Zweifel-Zwiegespräch war mein täglicher Begleiter.
Ich lernte, dass Sicherheit kein fester Boden ist, sondern ein inneres Gefühl.
Und dass es manchmal reicht, wenn der nächste Schritt sichtbar ist, nicht der ganze Weg.
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Mut zur Sichtbarkeit: Von der Pflichtbewussten zur Präsenten

Sichtbar zu werden war für mich ein kleiner innerer Kraftakt, denn es klang lange nach Gefahr. Nach Blicken, Bewertungen, dem Risiko, falsch verstanden zu werden.
Es war das Jahr, in dem ich beschlossen habe, nicht länger hinter Texten und stillen Worten zu bleiben.
Ich habe mich getraut, auf Social Media zu sprechen, mit meiner Stimme, meinem Gesicht, meinen Themen.

Es klingt simpel, aber jede Aufnahme war ein erstaunlich grosser Lernprozess.
Manche Reels habe ich mehrmals gedreht und nie gepostet.
Manchmal habe ich gelacht, manchmal gezögert, manchmal das Mikrofon auf eine Gabel oder Haarbürste gesteckt, weil Humor oft der beste Weg ist, um Angst zu entkräften.

Doch das Entscheidende war: ich blieb dran.
Nicht, weil ich performen wollte, sondern weil ich spürte, dass Sichtbarkeit Verbindung schafft.
Und jedes Mal, wenn mir jemand schrieb: „Danke, das hat mich berührt“ oder jemand ein Kennenlerngespräch buchte, wusste ich, dass es richtig war, mich zu zeigen. Nicht perfekt, sondern echt.

Wenn du selbst hochsensibel bist, kennst du vielleicht diese Anspannung:
Das Bedürfnis, etwas zu teilen und gleichzeitig die Angst, zu viel zu sein. Für mich war Sichtbarkeit 2025 eine Form von Selbstmitgefühl. Ein Zeichen: Ich darf Raum einnehmen, auch wenn ich leise bin.
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Damit ich mir selbst nicht so doof vorkam, in die Kamera zu sprechen, "setzte ich einen Obendrauf" und die Gabel wurde kurzerhand zum Mikro.
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Tierischer Besuch bei uns auf dem Böötli. Ich bin mir sicher die Ente hatte auch schiss so nahbar zu sein und sich so zu zeigen, sie hats aber trotzdem getan.

Grenzen setzen: Selbstfürsorge als leise Revolution

Ich bin pflichtbewusst, strukturiert, verlässlich. Das sind wunderbare Eigenschaften, bis sie dich erschöpfen. In diesem Jahr lernte ich, dass 80 Prozent oft genügen und dass Perfektion nichts anderes ist als Angst in Sonntagskleidern.

Ein prägender Moment 2025 war ein Gespräch mit meiner Chefin.
Ich hatte mein Pensum reduziert, doch die Aufgaben wurden mehr. Früher hätte ich geschluckt, funktioniert, durchgebissen. Diesmal nicht.

Ich suchte das Gespräch. Ruhig, ehrlich, respektvoll.
Ich erklärte, warum ich mit meinem neuen Pensum keine zusätzlichen Sortimente übernehmen kann und dass ich meine Energie bewusst dort einsetzen möchte, wo sie Sinn macht.

Ja, ich war unsicher vor dem Gespräch, doch es  verlief anders, als mein Kopf befürchtet hatte.
Verständnisvoll, klar, auf Augenhöhe.
Kein Drama. Keine Schuldgefühle. Nur Verständnis und ein ehrliches „Danke für deine Offenheit“.
Niemand war enttäuscht oder verurteilte mich. Im Gegenteil: Es entstand Respekt.

Dieser Moment hat mein Selbstvertrauen gestärkt  und mir einmal mehr gezeigt, dass Grenzen nichts mit Egoismus zu tun haben. Sie sind Selbstfürsorge in Aktion.

Begleiten & begleitet werden:
Die Magie des Miteinanders

2025 war auch ein Jahr des Verbindens.
Ich durfte nach einigen Jahren wieder eine Lehrtochter begleiten und diese Erfahrung ist und bleibt mir ein Geschenk, denn ich merkte, wie sehr mich das erfüllt.
Zu sehen, wie jemand in die Berufswelt wächst, erinnert mich daran, wie wichtig es ist, sich Zeit zu nehmen und Raum zu geben, statt zu formen. Zuzuhören um zu verstehen und nicht nur die Fragen knapp und "effizient" zu beantworten. 

Und genau das ist es, was ich auch in meinen Coachings lebe: Begleitung ohne Bewertung.
Raum statt Ratschlag. Präsenz statt Druck.

Vielleicht war das mein grösstes Learning des Jahres:
Ich muss mich nicht entscheiden und ich muss nicht  „alles auf eine Karte“ setzen.
Ich darf Coach sein und Produktmanagerin, Praxisbildnerin, Mentorin und Freundin.
Ich darf viele Rollen tragen, solange ich mich in keiner verliere. Ich muss keine Rolle verleugnen um authentisch zu sein. 

Gleichzeitig durfte ich selbst erleben, wie wertvoll es ist, Teil von Gemeinschaften zu sein und begleitet zu werden. Durch meine Weiterbildung am Living Sense Institut, durch Communities, in denen echtes Miternander lebt.

Menschen, die fühlen wie ich, die wissen, wie laut die Welt sein kann und die trotzdem nicht aufhören, echt  und bei sich zu sein. Und genau in dieser Echtheit liegt die Kraft, weil Verbindung immer dort wächst, wo Masken fallen dürfen.
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Schultag im Living Sense Institut in Zürich
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Wundervolle Frauen kennengelernt am Community Event vom Easy Content Creation Club

Wachstum tut weh: Über Workshops, Zweifel und Dranbleiben

Die ersten Workshops der Herzenswerkstatt, sie waren alles andere als leicht. Ich erinnere mich noch an den Moment, als die Anmeldung offen war und nichts passierte. Über mehrere Male.

Der Zweifel wurde immer grösser.  Ich fragte mich, ob ich zu speziell bin, zu leise, zu anders.
Oder ob ich es einfach nicht bringe.
Und dann kam die erste Anmeldung. Eine einzige.
Kurze Zeit darauf, die Zweite. 

Der Workshop fand statt, klein, vertraut, tief. Ich war so nervös, aufgeregt, überfordert, stolz, alles gleichzeitig. In den Momenten davor hätte ich am liebsten abgesagt, denn ich machte mir selbst Druck "zu liefern" und wollte niemanden enttäuschen. 

Ich hielt mich an dem fest, was ich anderen näher bringe: Achtsamkeit, Vertrauen, Präsenz.
Diese Workshops haben mich geerdet. Sie haben mir gezeigt, dass Erfolg nicht laut beginnen muss.
Dass es manchmal reicht, wenn ein einziger Mensch im Raum sitzt, der wirklich da ist.

Neues wagen: Kleine Abenteuer, grosse Wirkung

Ich war 2025 zum ersten Mal an einem Mega-Festival: dem Find your Flow in Basel.
Nicht als Besucherin, sondern als Volunteer.
Zehntausend Menschen. Gerüche, Geräusche, Lichter – alles intensiv.

Ich landete im Experience Room. Ein Raum für höchstens 150 Menschen und perfekt für mein Nervensystem.
Ich stand am Eingang der Stage, hiess Menschen willkommen, sah in leuchtende Augen.
Und irgendwo zwischen Musik und Menschlichkeit spürte ich: Ich kann in der Welt sein, ohne mich zu verlieren.

Nach dem Festival lag ich mit einer Grippe im Bett und fragte mich, ob es doch zu viel war. Vielleicht. Vielleicht war es aber auch einfach Anfang November, Grippezeit und ich unter vielen Menschen. Wie es auch ist, es ist okay.
Vielleicht war das der rote Faden meines Jahres: Ich darf Neues wagen, solange ich mir erlaube, danach zu ruhen.

Zwischen all dem Stadtlärm und den Menschenmengen wuchs in mir die Sehnsucht nach Erde.
Darum pflanzte ich – zum ersten Mal – Gurken und Kürbisse auf meinem Balkon.
Die Ernte war klein, aber sie schmeckte nach echtem Leben (und tausend mal besser als aus dem Supermarkt)

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Gruppenbild mit allen freiwilligen Helfern am Find your Flow in Basel
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Find your Flow Festival: Ich geniess die Ruhe bevor es mit dem Workshops losgeht.
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Spannenderweise waren die Gurken viel grüner, als ich sie bis jetzt kannte.

Schmerz und Halt: Wenn das Leben still wird

Und dann kam der Herbst und mit ihm eine Reihe von Tierarztbesuchen.
Meine beiden Katzen, 11 Jahre an meiner Seite, wurden krank.

Mein Kater musste am Fuss operiert werden,  zum Glück gutartig. Bei meiner Katze lautete die Diagnose: Krebs. Ich hatte das Gefühl, der Boden rutscht weg.
Ich wusste, was das bedeutet. Keine Heilung. Nur Zeit schenken statt Zeit verlängern.
Palliativpflege und viel Schmuseeinheiten. 

Diese Wochen waren schwer, aber sie haben mich gelehrt, wie tief Liebe gehen kann, wenn man nichts mehr festhalten kann. Ich habe gelernt, präsent zu bleiben,  im Schmerz, im langsamen Abschied, im Jetzt.

Es ist nicht die Ohnmacht, die uns bricht,  es ist das Vermeiden des Fühlens. Wenn wir da bleiben, auch im Schmerz, entsteht eine stille Form von Frieden.
Diese Wochen haben mir auch gezeigt, warum ich tue, was ich tue. Es ist der Kern meiner Arbeit:
Da zu bleiben, wo es weh tut. Ohne zu dabei im Schmerz zu bohren, ohne es selbst zu lösen oder es schöner zu reden. Sondern präsent zu sein. Denn Coaching ist für mich nicht Technik. Es ist ein Ort für Menschlichkeit.
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Meine zwei Fellnasen, meine treuen Begleiter

Dankbarkeit als Anker: Die leisen Geschenke des Jahres

Zwischen all den Höhen und Tiefen war 2025 auch ein Jahr der Dankbarkeit.

Für meine Menschen,  die mir vertrauen und in der Herzenswerkstatt mit mir arbeiten.
Für die Frauen aus den Communities, die teilen, statt zu vergleichen.
Ich bin dankbar für das Living Sense Institut, für all das Wissen, das dort in Liebe weitergegeben wird, und für all die ehrlichen Übungscoachings, bei denen niemand perfekt sein muss, weder als Coach noch als Coachee und auch dann auch wenn der eigene Soulstrip unangenehm ist.

Und ich bin dankbar für mich.
Dafür, dass ich trotz Unsicherheit weitergegangen bin.
Dass ich an die Tiefe glaube auch in einer Welt, die manchmal nur nach Oberflächen sucht.

Ich bin dankbar für die Momente, in denen ich nicht mehr weiter wusste und trotzdem weiterging.
Für die Tage, an denen ich aufhörte, stark zu sein und genau dadurch Stärke fand.

Vielleicht besteht Dankbarkeit nicht aus grossen Gesten, sondern aus dem stillen Erkennen:
Ich lebe. Ich lerne. Ich wähle immer wieder das Echte.
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Abendstimmung von unserem Böötli auf dem Zürich Obersee. Ich werd von dieser Stimmung nie statt werden und es erfüllt mich jedes mal mit Glückseligkeit und Dankbarkeit

Loslassen, was nicht mehr trägt:  Bewusster Abschied von 2025

Ich lasse 2025 los, mit allem, was mich klein hält.
Ich lasse die Idee los, allen gefallen zu müssen.
Ich lasse alte Muster los, in engen Beziehungen zurückzustecken, um niemanden zu verletzen. 
Ich lasse den Drang los, erst zwei Wochen zu analysieren, bevor ich etwas anspreche.
Ich lasse die Maske der „es passt schon“-Frau los.

Ich wünsche mir, noch klarer zu kommunizieren, nicht laut, sondern echt.
Und ich spüre: jede ehrliche Begegnung beginnt mit dem Mut, sich zu zeigen.

Und ich nehme mit: Klarheit, Mut und die Fähigkeit, da zu bleiben auch wenn es unbequem wird.
Vielleicht ist das die wahre Transformation: nicht der Flügelschlag, sondern das Aushalten im Kokon.

2025 war mein Übungsfeld dafür.
2026 wird mein gelebtes Feld.

Schlussgedanke: Der Moment vor dem Flug

Es gibt einen Augenblick, kurz bevor der Schmetterling die Puppe sprengt. Dieser Moment ist nicht schön, er ist roh, eng, still, aber er ist nötig.

So fühlt sich mein 2025 an:
Nicht vollendet, nicht abgeschlossen, sondern bereit, die Flügel auszubreiten.
Nicht um zu beweisen, dass ich fliegen kann, sondern weil ich es nicht mehr lassen kann.


Wenn du wissen möchtest, was mich 2026 begleiten wird, lies hier weiter:
Wird im neuen Jahr aufgeschaltet ;-)

Radikal ich - Mein Ausblick auf 2026
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